Orsola Mainardis Jewels

Venedig ist seit 25 Jahren die Wahl­heimat der Kunsthistorikerin Petra Schaefer. Hier verrät sie die besten Cafés, Restaurants und Ausflugsziele rund um venezianische Handwerkskunst:

Mein persönlicher Lieblingsort in Venedig ist unser kleiner »terrazzino« auf dem Dach über dem Guglie-Kanal, der so versteckt liegt, dass mich hinter einem Zitronenbaum und dem Oleander, den ich vor zehn Jahren aus einem Setzling hochgezogen habe, niemand sieht, wenn ich dort oben lese oder die Seele baumeln lasse. Dabei schaue ich auf meinen zweiten Lieblingsort im Cannaregio-Viertel, den Palazzo Manfrin, den der britisch-indische Künstler Anish Kapoor gerade restauriert und in dem 2024 ein Buchladen und ein Café eröffnen werden. In diesem Biennale-Sommer zeigt seine Stiftung dort In-situ-Installationen und weitere neue Arbeiten, über die ich für die WELTKUNST berichte. Unten am Ufer trinke ich gerne einen Spritz Bianco, eine Weißweinschorle, zu einer Mozzarella in carozza con l‘acciuga, einem frittierten Weißbrot mit Mozzarella-Käse und Sardellen, bei Tommaso Sichiero in der Trattoria Alla Palazzina. Bei Tommy kann man es sich draußen an der Strada Nova an den Weinfässern gemütlich machen oder hinten im Garten unter Glyzinien tafeln. Auch wer kurz vor 15 Uhr kommt, wenn die Küche in die Mittagspause geht, wird hier noch rasch bedient. Wer wie ich schon seit einem Vierteljahrhundert in der Lagunenstadt lebt, hat viele Restaurants und Bars kommen und gehen sehen und schätzt Institutionen, die zuverlässig sind wie das pompöse Caffè Lavena am Markusplatz, das an der Bar ein erfrischendes Skiwasser anbietet (Sprudel, Himbeersirup, Zitrone, Zucker und frische Him­beeren) und das Restaurant Al Colombo am Rialto, in dem der Patron Domenico Stanziani den besten Branzino in crosta al sale (Wolfsbarsch in Salzkruste) präsentiert. Zum Einkaufen abseits der berühmten Mercerie im Stadtzentrum empfehle ich einen Ausflug zu den Ladengeschäften der Textil­manufaktur Bevilacqua im Santa-Croce-Viertel in Bahnhofsnähe und der Schmuck­designerin Orsola Mainardis im Dorsoduro-Viertel unweit der Peggy Guggenheim Collection.

Sito ufficiale: link

Questo sito utilizza cookies indispensabili per il suo funzionamento. Cliccando Accetta, autorizzi l'uso di tutti i cookies.
Attenzione: alcune funzionalità di questa pagina potrebbero essere bloccate a seguito delle tue scelte Privacy.
X